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Von der Pflanze zum Getränk: Die Herstellung des belebenden Pulvers

Duftender, heißer, frisch aufgebrühter Kaffee ist ein Genuss: Er belebt unsere Sinne, schärft unsere Wahrnehmung und erleichtert vielen Menschen weltweit täglich den Start in die Routine der Arbeitswelt. Er verwöhnt und stimuliert eben. Seine Herstellung jedoch ist eine äußerst komplexe Angelegenheit. Von der Pflanze bis zum gebrühten Kaffee vergeht vor allem Zeit. Eine Menge Zeit. Im Wesentlichen durchläuft unser leckerer „Türkentrank“ 6 verschiedene Produktionsstufen. Doch was geschieht in diesen verschiedenen Stufen?

1. Die Anpflanzung
Zunächst wird der Samen eingesät, das Pflänzchen also angebaut - ein nicht zu unterschätzendes Unterfangen. Die äußerlichen Rahmenbedingungen für das zart besaitete Kaffee-Pflänzchen müssen rundum perfekt sein. Warm möchte er es haben, der Kaffeestrauch und das bitte kontinuierlich! Und ab und zu ein bisschen Regen, so zwischen 1500 mm und 2000 mm pro Jahr sind perfekt. Die Keimdauer ist ebenfalls recht lang, erst nach 6 Wochen lässt sich das Pflänzchen an der Erdoberfläche blicken. Danach hat der Bauer allerdings für ca. 4 Jahre seine wahre Freude an ihnen.

2. Die Ernte der Kirschen
Die Früchte, welche der Kaffeestrauch trägt, nennt man Kirschen wegen der tiefroten Färbung.
Diese roten Kaffeekirschen werden einmal pro Jahr geerntet, entweder in der „Strip-Methode“(alle Früchte eines Zweiges werden auf einmal abgestreift) oder in der „Pick-Methode“ (dabei werden die Kirschen handverlesen abgeerntet). Diese Methode wird allerdings nur bei der hochwertigen „Arabica“ - Sorte angewendet, da sie natürlich sehr viel mehr Zeit in Anspruch nimmt.

3. Die Aufbereitung der geernteten Kirschen
Entweder trocken oder nass: beide Methoden müssen in möglichst kurzem Abstand zum Erntevorgang angewendet werden. Bei der trockenen Methode werden die Kirschen auf einer möglichst großen Fläche ausgebreitet und 3-5 Wochen lang unter ständigem Wenden getrocknet. Danach kann das Fruchtfleisch abgeschält werden. Die Nassmethode beinhaltet das Einlegen zwecks Fermentation für 12-36 Stunden in einen Sud, danach werden auch diese Kirschen getrocknet und von der Schale befreit.

4. Das Schälen
Pro Kirsche erhält man zwei Kaffee-Bohnen, das Schälen ist hierbei wenig aufwändig. Man entfernt lediglich das Pergamenthäutchen. Manche Kirschen haben auch drei Bohnen und gelten somit als etwas Besonderes.

5. Die Reinigung
Zum Abschluss werden die Kaffeebohnen nochmal von allen übrig gebliebenen Unreinheiten gesäubert.

6. Das Sortieren
Auch beim Kaffee gibt es Standesunterschiede. Die Bohnen werden nach der Reinigung nach Größe sortiert und in verschiedene Qualitätsklassen eingeteilt. Damit soll die Reinheit gewährleistet werden.

7. Die Röstung
Temperatur und Dauer bestimmen die Röstung und somit den individuellen Geschmack des Kaffees. Je dunkler die Bohnen geröstet werden, desto bitterer wird der Kaffee. Qualitativ werden 6 Röstungsgrade unterschieden: Hell, Mittel, Stark, Doppelt, Italienisch sowie die spanische Torrefacto-Röstung. Durch eine kurze Kaffee-Röstzeit von nur etwa 3 Minuten bei einer Temperatur von 500 Grad Celsius entsteht ein Kaffee mit starkem, bitteren Aroma. Wird die Röstung langsamer bei etwa 200 Grad Celsius 15 Minuten lang vorgenommen, entwickelt sich ein mildes, volles Aroma.

Mehr über diese Themen erfahrt Ihr hier.

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