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Die Wirkung von Koffein

Kaffee ist das mit Abstand beliebteste Getränk in Deutschland. Ohne die morgendliche Tasse des dunklen, dampfenden Gebräus können und wollen viel Menschen nicht in den Alltag starten. Die Zubereitungstechniken und geschmacklichen Vorlieben sind hierbei so vielfältig wie die individuellen Kaffeetrinker selbst. Gerade auch um die vielfältige Wirkungsweise von Koffein, ob im Kaffee oder in anderen Lebensmitteln, sowie die gesundheitlichen Vorzüge und Nachteile existieren eine Vielzahl von Mythen und Sagen. Diese tragen - wie bei einem Mythos üblich - so manchen Wahrheitsgehalt in sich. Koffein ist in unserem Kulturkreis vor allem enthalten in Kaffee, Schwarzem Tee, in Schmerzmitteln und Erkältungsmitteln, Süßigkeiten wie Schokoriegeln und Bonbons und Energiegetränken aber auch in Limonaden. Ein gutes Beispiel für eine Kaffee-Sage handelt von der Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit.


Fördert Koffein die Konzentrationsfähigkeit oder wirkt es sich eher nachteilig aus? 
Ob in Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato oder anderen koffeinhaltigen Getränken: Koffein, darüber ist man sich einig, hat eine starke Wirkung auf den menschlichen Körper und dessen Funktionen. Viele Fragen entstehen immer wieder um Koffein und inwiefern es die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Medizinisch gesehen bewirkt Koffein, dass mehr Blut durch die erweiternden Gefäße zum Gehirn fließen kann. Der Herzschlag wird ebenfalls schneller. Zuviel Koffein löst den so genannten Spannungskopfschmerz aus, doch ein rapider Koffeinabfall im Blut führt paradoxerweise zu ebensolchen Symptomen. Durch die Aufnahme von Koffein in den Kreislauf wird die Fähigkeit zur Vitamin B Aufnahme verringert und der Vitamin B Speicher schnell entleert. Besonders das Vitamin B 1 ist davon betroffen. Auch die gleichzeitige Aufnahme von Eisen gestaltet sich problematisch und ist auch weniger wirksam durch die Wechselwirkung mit dem Koffein. Eisenhaltiges Obst sollte man daher nicht sofort nach dem Kaffee genießen. Koffein bewirkt zudem die Ausschüttung von Stresshormonen wobei die kontinuierliche Adrenalin-Ausschüttung chronischen Stress hervorrufen kann. Weitere Auswirkungen kann man dahingehend beobachten, dass der Harndrang steigt und bei einigen Menschen außerdem auch der Appetit ansteigt. Doch wie hängt dies mit der Konzentrationsfähigkeit zusammen? Drei Tassen Kaffee am Tag bewirken bereits, dass diese negativen Faktoren auftreten. Ganz deutlich sind die Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit. Denn der Körper reagiert nicht nur mit erhöhtem Harndrang, leichter Erregbarkeit, Schlaflosigkeits-Zuständen und Nervosität. Zu den geistigen Nebenwirkungen von zu viel Koffein gehört außerdem eine Inkohärenz in der Sprache der Person, wobei die inhaltlichen Zusammenhänge ebenfalls nicht immer deutlich sind. Ein zunehmende innere Unruhe und eine sinkende Gedächtnisleistung sowie gelegentliche Aufmerksamkeitsstörungen sind auch möglich. Wird Koffein ausgeschieden, ohne das Ersatz zugeführt wird, reagiert der Körper wiederum mit Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Ganz deutlich sinkt nun auch die Konzentration wieder ab und die Gedächtnisleistung lässt nach.

Die gute Nachricht ist: es gibt durchaus einen gehirnfreundliche Variante, Koffein zu genießen und die negativen Aspekte auszuschließen. 
Wenn man es einrichten kann, so sollte der Kaffeekonsum auf den Vormittag beschränkt werden. Zudem sollte man eher auf Espresso als Koffeinspender zurückgreifen, dessen Wirkung weitaus harmloser ist als die des Koffeins im Kaffee. Wer vor dem Kaffee Nahrung zu sich nimmt, spürt die schädliche Wirkung des Koffeins ebenfalls nicht so stark. Kaffee sollte grundsätzlich ohne Zucker und ohne den gleichzeitigen Genuss von zuckerhaltigen Speisen genossen werden. Kaffee und Kuchen sind somit echte Konzentrationskiller! Koffein ist in seiner chemischen Struktur dem Adenosin, einem Botenstoff im Körper, sehr ähnlich. Adenosin hat hauptsächlich die Funktion, das Gehirn vor Überanstrengung zu schützen. Dazu besetzt das Adenosin, eigentlich ein Nebenprodukt der Übertragung von Informationen zwischen Nervenzellen, gewisse Rezeptoren im Gehirn und zwingt so die einzelne Zelle dazu, weniger zu arbeiten. Koffein wirkt ähnlich, denn es besetzt dieselben Rezeptoren. Das Adensoin kann dadurch nicht mehr an diese Rezeptoren herankommen und die Nervenbahnen arbeiten immer weiter, obwohl die Adenosin-Konzentration steigt. Durch diese Vorgänge werden die Aufmerksamkeit und die Wachsamkeit gesteigert, denn der Müdigkeits-Stoff Adenosin wird schließlich gehemmt. Technisch gesehen wirkt Koffein aber erst 30-45 Minuten nach der Einnahme, denn erst dann gelangt es in den Blutkreislauf. Die Halbwertzeit des Koffeins im Körper beträgt etwa vier Stunden. Schwangere Frauen sind dahingehend gefährdet, dass in ihren Körpern Koffein langsamer verarbeitet wird und der Koffeinpegel im Blut länger auf einer gewissen Höhe verharrt. Dies hat eine Dauerreizung zur Folge.


Die guten Nachrichten: Koffein im Kaffee schützt, einer aktuellen Studie aus den USA zufolge, vor Brust-, Prostata-, Darm- und Leberkrebs, sowie gegen Altersdiabetes.
Auch ein Harnsäure senkender Effekt wurde in dieser Studie nachgewiesen. Koffein besitzt auch eine Schutzwirkung vor Alzheimer und Parkinson nachgewiesenermaßen. Hochaktuellen Untersuchungen zufolge konnte nachgewiesen werden, dass Koffein- im Kaffee genossen- als Basenspender dient. Durch den Kaffee scheidet der Körper verstärkt vorhandene Säuren aus. Besonders belastend ist aber koffeinfreier Kaffee, wie eine niederländische Studie aus dem vergangenen Jahr, konstatierte. 2-4 Tassen koffeinhaltiger Kaffee dagegen, senken das Herzinfarktrisiko. Zum Kaffee-Pad Konsum sollte man bei erhöhtem Herzinfarkt- Risiko zurückgreifen, denn die Pads filtern die schädlichen Diterpene aus dem Kaffee heraus. Koffein regt das Zentralnervensystem an und erhöht die Kontraktionskraft im Herzen, die Bronchien werden erweitert (was vor allem Asthmatikern zugute kommt) und die Peristaltik des Darms wird angeregt. Die Nebenwirkungen sind Suchtgefahr und eine Erhöhung des Blutdrucks, sowie eine Verengung der Gefäße bei übermäßigem Konsum.

Die Wirkungsweise von Kaffee ist demnach sehr vielfältig und auch komplex, da sie von sehr vielen zusätzlichen Faktoren abhängig gemacht werden kann. Generell hat Koffein viele Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Da der moderne Mensch Koffein in Form von Kaffee zu sich nimmt, sollte man den Konsum auf den Vormittag und auf drei Tassen am Tag beschränken. Die Wirkung von Koffein ist sowohl anregend und in vielerlei Auswirkung positiv, kann jedoch auch schädlich sein. Was nicht vergessen werden sollte, ist die Tatsache, dass es sich bei Koffein um eine psychoaktive Droge handelt, die stimulierend wirkt. Es ist die weltweit beliebteste pharmakologische aktive Substanz.

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